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Eine Marktgemeinde mit großer Gastfreundlichkeit
 

oberaichWestlich von Bruck an der Mur gelegen, die verschiedenen Ortsteile sind harmonisch in Wald, Wiesen und Felder eingebettet. Vielfältige Gastronomie und das angenehme Klima laden zum Erwandern, Erradeln oder einfach zur Entspannung ein. Die höchste Erhebung ist das Rosseck mit 1664 m im Süden. Im Norden lädt das Madereck zum Mountainbiken ein.
Die Marktgemeinde liegt auf einer Seehöhe von 500 Metern. Ideal in der Nähe der beiden großen Städte Leoben im Westen und Bruck an der Mur im Osten, gelegen, bietet sie Ruhe und Erholsamkeit.


Die Marktgemeinde hat derzeit 3.004 Einwohner (Stand Jänner 2010).
Oberaich hat 14 Ortsteile, welche da wären:  Oberaich, Utschgraben, Utschtal, Streitgarn, Raschbach, Heuberg, Mitteraich, Unteraich, Mötschlach, Picheldorf, Oberdorf, St. Dionysen, Paulahof und das Urgental.  Fünfundachtzig  Land- und Forstwirtschaftliche Betriebe (Stand 1999) sind in Oberaich ansässig. Die politische Mandatsverteilung kurz vor den Gemeinderatswahlen am 21. März 2010 sieht 11 Mandate SPÖ und 4 Mandate ÖVP vor.   Bis 1968 bestand die heutige neue große Marktgemeinde Oberaich aus zwei eigenständigen Gemeinden, und zwar aus der Gemeinde Picheldorf -St. Dionysen und aus der Gemeinde Oberaich. Erst durch die Zusammenlegung der beiden Gemeinden erstreckt sich die Marktgemeinde beiderseits der Mur auf einer Gesamtfläche von 47 Quadratkilometern. Es gibt  in Oberaich zwei Musikkapellen, zwei Freiwillige Feuerwehren und auch zwei Kirchen.  Seit 1999 ist Oberaich Marktgemeinde.

Die Bürgermeister der Gemeinden Oberaich bzw. Picheldorf vor der Gemeindezusammenlegung:

  • Vinzenz Lanzer  II  (CSP*)           1938 - 1944  (Picheldorf)
  • Johann Petschauer (CSP*)         1944 - 1945  (Picheldorf)
  • Gottlieb  Schinagl  (SPÖ)            1945 - 1955  (Picheldorf)
  • Franz Weidner  (ÖVP)                  1955 - 1967  (Picheldorf)
     
  • Dominik Jäger (CSP)                  1943 - 1945  (Oberaich)
  • Johann Edlinger (SPÖ)               1945 - 1946  (Oberaich)
  • Johann Zechner  (ÖVP)               1946 - 1967  (Oberaich)

Bürgermeister nach der Zusammenlegung der beiden Gemeinden Oberaich und Picheldorf

  • Franz Weidner  (ÖVP)                  1967 - 1968  (Regierungskommisär)
  • Anton Holzer  (SPÖ)                     1968 - 1978
  • Friedrich Wieland (SPÖ)             1979 - 2001
  • Gerhard  Weber  (SPÖ)               2001

* CSP = christlich soziale Partei  (Vorläufer der heutigen ÖVP)
  

Dominik  Jäger Johann Zechner Anton Holzer Friedrich Wieland


Sehenswertes
Im Ortsteil St. Dionysen befindet sich eine sehr gut erhaltene von den Römern erbaute Brücke, über die die Reichsstraße von Flavia Solva zur norischen Hauptstraße führte.


dionysenSt. Dionysen: Wer kennt sie nicht, die Kirche in erhöhter Lage, von einem ummauerten Friedhof umgeben. Zumindest beim Vorbeifahren auf der Bundesstraße 116 zwischen Bruck an der Mur und Leoben fällt der Blick auf den Kirchenbau am linken Murufer.  Dabei hat die fast 900 Jahre alte Kirche für den Besucher einiges zu bieten. Lassen Sie sich einladen und lernen Sie ein Stück aus Oberaich kennen. Ein Rundgang um die Kirche führt Sie in längst vergangene Zeiten zurück.  Römersteine an den Außenwänden erinnern daran, dass unsere heutige Gemeinde als "Provinc Noricum" ein Teil des Römischen Weltreiches war. Besonders anschaulich ist die Grabplatte einer Familie, eines Ehepaares mit zwei Kindern. Bemerkenswert an der Kirche sind die mittelalterlichen Wandmalereien im Chorraum. Sie stammen aus dem 14. und 15. Jahrhundert und zeigen Szenen aus dem Leben und dem Martyrium des Hlg. Dionysus, sowie die Kindheit Jesu und Heiligenabbildungen. An der Südwand finden sich Reste einer Malerei aus dem 12. oder 13. Jahrhundert, die unter anderem den Hlg. Christophorus darstellt. Das Taufbecken in der Kirche ist fast so alt wie die Kirche selbst. Der elfseitige Taufstein entstand um 1150, er wurde also an der Wende zwischen Romanik und Gotik geschaffen. Von hier aus hat man einen wunderbaren Überblick über den Reichtum der Region: den landschaftlichen an Wald, Wiesen und Feldern mit zahlreichen Wandermöglichkeiten und den kulturellen, denn auf Sichtweite gegenüber, auf der anderen Seite der Mur, liegt in der Utsch die Kirche St. Ulrich, außerhalb unscheinbar, im Inneren aber reich an künstlerischen und kunsthistorischen Werten.

Die Utscher Ulrichskirche ist berühmt für ihre kunstgeschichtlichen Fresken und gotischen Glasfenster. Das wertvolle Kreuzgangsfresko aus der Zeit um 1400 gehört mit Teilen der Dionyser Fresken zum dem großen Weltgerichtsfresko der Brucker Rupertskirche und dürfte vom selben Meister geschaffen worden sein. 

fresken

 
Das Türkenbründl
tuerkenbruendl"Die Weibsbilder geschändet, Männer, Weiber und Kinder in Ketten weggeführt" - Die Chronik des Stiftes Göß schildert anschaulich, was Menschen erwartete, wenn sie in die Hände  der "Renner und Brenner", der Türken fielen. Die Sage vom "Türkenbrünnlein im Utschgraben" erzählt uns, dass es ein heißer Tag zu Anfang August war. Im Utschtal war gerade der Haferschnitt abends glücklich beendet, als die Bauern und Dienstleute plötzlich auf der Mugel ein Feuer wahrnahmen. Auch Feuer auf dem Reiting, dem Madereck und dem Rennfeld bestätigten die große Gefahr. Die Sage berichtet, dass die Leute schnell handelten. Frauen packten Lebensmittel zusammen und trieben das Vieh den Utschgraben aufwärts in die Waldungen unter dem Eisenpass. Die wehrhaften Männer trafen sich beim letzten Brünnlein im Graben, der engsten Stelle des Tales. An dieser Stelle wurde das Tal abgeriegelt und mit unüberwindbaren Hindernissen versperrt. Einen Tag später kamen die Türken ins Utschtal und zogen weiter den Utschgraben aufwärts, bis sie zur Absperrung kamen, die sie nicht umgehen konnten. Plötzlich rollten gewaltige Felstrümmer und ganze Baumstämme von den Hängen. Mit grauenvollen Geheul flüchteten die Türken und die Einheimischen konnten wieder unversehrt in ihre Häuser zurückkehren.

Für Aktivitäten wie z.B. Wandern, Mountainbiken, Sport, Gastronomie, Nächtigungsmöglichkeiten und ähnliches dürfen wir Sie auf unseren Link Tourismus verweisen.

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