Als Bürgermeister der Marktgemeinde Oberaich freue ich mich über Ihr Interesse und darf Sie einladen, unsere große Informationsvielfalt und einen virtuellen Besuch in unserer Gemeinde in Anspruch zu nehmen. Seit 7.11.2001 bin ich Bügermeister der Marktgemeinde Oberaich. Es ist mir ein großes Bedürfnis, meine Aufgaben als Bürgermeister, welche ich neben meiner Tätigkeit bei der Firma Böhler - Uddeholm in Kapfenberg als Gruppenleiter ausübe, zur Zufriedenheit aller Gemeindebürgerinnen und Gemeindebürger zu erledigen. Eine laufende Verbesserung der Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner, sowie das Wohl der Oberaicherinnen und Oberaicher ist mir als Bürgermeister besonders wichtig, denn Oberaich ist und soll ein guter Platz für Familie und Jugend, sowie ein guter Platz zum Leben sein.
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Das heutige Gemeindegebiet von Oberaich war bereits von den Kelten bewohnt. Nach der Völkerwanderung wurde das Gebiet im 6.Jahrhundert durch Slawen besiedelt. Die Namen Mötschlach, Kotzgraben oder Petschach stammen noch aus dieser Zeit. Im 9.Jahrhundert besiedelten hauptsächlich die Bajuwaren und Franken das Gebiet. Wirtschfatlich machten sich ab den 1840 er Jahren neben Entwicklung der Land- und Forstwirschaft aber auch die Auswirkungen der Industrialisierung in Oberaich und Picheldorf bemerkbar. Bereits 1844 war die Fertigstellung der Eisenbahnlinie Mürzzuschlag - Graz ganz in die Nähe gerückt. Zwei Jahre später begann der Kohleabbau im Urgental und in der Utsch. Die Jahrzehnte von 1848 bis 1918 waren von immer schneller werdenden Entwicklungen gekennzeichnet. Besonders kam es aber, seit der Revolution 1848, zu einer Modernisierung des Gemeindewesens und des gesamten politischen Umfeldes. In den 1860 er Jahren wurde die Eisenbahnlinie Bruck - Leoben fertiggestellt,, aber die Haltestelle Oberaich ging erst am 8. Dezember 1908 in Betrieb. Im Jahre 1849 wurde Johann Panhuber erster Bürgermeister der Gemeinde Picheldorf. In Oberaich wurde Lorenz Höfer erster Bürgermeister. Am 26. Juli 1914 langte in Oberaich, morgens um 4 Uhr, durch Expressboten von Bruck an der Mur die Kundmachung zur teilweisen Mobilisierung für den ersten Weltkrieg ein. 26 Oberaicher und 21 Picheldorfer ließen ihr Leben an der Front. Erst um die Weihnachtszeit 1918 trat auf den Straßen hinsichtlich der Truppendurchmärsche Ruhe ein. Die Zwischenkriegszeit wurde von zwei Faktoren geprägt, einerseits von sozialer Notlage, Armut und Arbeitslosigkeit, andererseits von Politisierung, Gewalt und Bürgerkrieg. Beide Bereiche beeinflussten einander natürlich.
Erst Anfang April 1941 wurden Oberaich und Picheldorf vom Kriegsalltag eingeholt. Durch den Einmarsch in Jugoslawien war die Gefahr von Fliegerangriffen sehr groß geworden. Die Oberaicher Volksschule wurde für den normalen Schulbetrieb mehrmals geschlossen, um Quartiere für das Militär zu schaffen. Der zweite Weltkrieg forderte in Oberaich und Picheldorf 68 Vermisste und Tote. Nach dem Krieg marschierten die Sowjets in das Gemeindegebiet ein und zerstörten viele Einrichtungen. Am Schlimmsten jedoch war, dass das Kraftwerk St. Dionysen demontiert wurde. Auf Weisung der englischen Militärregierung mussten im Jahr 1945 die Gemeinderäte auf drei Personen verringert werden. Bürgemeister waren in Picheldorf Gottfried Schinagl (SPÖ) und in Oberaich Johann Edlinger (SPÖ). 1946 konnte die ÖVP in Oberaich die Mehrheit gewinnen und fortan war Johann Zechner Bürgermeister. Am 3. Februar 1961 wurde von der Landesregierung Steiermark der Gemeinde Oberaich das Recht auf Führung eines Gemeindewappens zuerkannt. Eine der bedeutendsten Leistungen der alten Gemeinde Oberaich nach dem zweiten Weltkrieg war der Bau der Gemeindewasserleitung. Anfang Oktober 1957 wurde der Bau fertiggestellt. Die Kosten betrugen 811.886 Schilling und 97 Groschen. Zur Eröffnung der Wasserleitung kam Landeshauptmann Josef Krainer.
Am 9. Oktober 1976 wurde nach fast vierjähriger Bautätigkeit die neue Oberaicher Volksschule eröffnet. Im Jahre 1979 trat Bürgermeister Anton Holzer aus gesundheitlichen Gründen zurück. Ihm folgte Friedrich Wieland. 1986 geht der Bau der S6 im Gemeindegebiet zügig voran. Einige Wohnhäuser, das alte Schulgebäude sowie zwei Bauernhöfe (Aichmoar und Wogamoar) mussten jedoch dem Fortschritt weichen.
Im Sommer 1996 wurde die neue Murbrücke bei Picheldorf, welche der Gemeinde 10 Millionen Schilling kostete, feierlich übergeben. Der damalige Landeshauptmann - Stellvertreter DDr. Peter Schachner - Blazizek wurde zum Ehrenbürger der Gemeinde Oberaich ernannt.
Mit Wirkung des 1. September 1999 wird die Gemeinde Oberaich zur Marktgemeinde erhoben. Am 7. November 2001 folgte Gerhard Weber als neuer Bürgermeister Friedrich Wieland. Viele Projekte wurden unter seiner Schirmherrschaft verwirklicht. So war dies unter anderem der Ausbau der Kanalisation und der Wasserleitung. Den Ausbau der Volksschule und der des Kindergartens Utschtal. Errichtung einer Nachmittagsbetreuung. Dies war ein kleiner Einblick in die bewegte Geschichte unserer Marktgemeinde. Wollen Sie mehr erfahren, so können Sie im Marktgemeindeamt eine Chronik erwerben.
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Geschichte

Als am 11. März 1938 die Regierung Schuschnigg zurücktrat, und am 13. März die deutschen Truppen einmarschierten, waren die Reaktionen der Bevölkerung sehr unterschiedlich. Den Landwirten wurde eine volle Entschuldung ihrer Höfe versprochen. 200 Personen wurden mit Lebensmittel, Schuhen und Kleidung beschenkt. Bei der Volksbefragung durch Adolf Hitler am 10. April 1938, stimmten 447 von 448 Wählern für den Anschluss - in Picheldorf gar alle 298 Wähler.

Bürgermeister Friedrich Wieland und sein Amtskollege aus Zalalövö in Ungarn unterzeichneten am 9. August 1997 einen Freundschaftsvertrag zwischen den beiden Gemeinden.